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Eine Kletterreise um in den kommenden Skitourenwochen das klettern nicht ganz zu verlernen, war die Idee…


Der Plan

Zuerst klettern in Griechenland im Anschluss Skitouren in Norwegen

Gerda und ich sitzen im Flieger nach Griechenland. Unser Ziel Leonidio mit seinen lässigen Sportkletterfelsen. Wir schreiben den 28. Februar 2020. Die nächsten Tage werden wir Hand anlegen an die Kalkfelsen rund um den Ort. Sonne tanken und die angenehmen Temperaturen von bis zu 20° Celsius genießen. Für mich ein sehr guter Plan, da nach diesem kurzen Urlaub die Skisaison voll weitergeht. Sieben Wochen Skitouren in den Lyngen Alps. So wie in den letzten Jahren werde ich dort bis Anfang Mai mit meinen Gästen Spuren durch lässige Pulverschneehänge ziehen. So der grobe Plan.

Ankunft und erster Felskontakt

Reibungslose Anreise, erster Felskontakt im Sektor Miti und Freunde aus Linz

Die Anreise läuft reibungslos ab. Ebenso die Übernahme des Mietautos. Die Zustiegsschuhe werden gegen Flip Flops getauscht. Urlaubsfeeling! Nach nicht ganz 3,5 Stunden Autofahrt sind wir da, Leonidio. Der Tag ist noch jung, naja nicht wirklich. Trotzdem machen wir uns auf zum Sektor Miti und klettern dort noch ein paar Touren. Ebenso im selben Klettergarten sind Christoph und Oliver unsere Kollegen und Mitbewohner auf diesem Kurztrip. Der Fels dort ist extrem scharf! Wir müssen auf unsere Fingerkuppen aufpassen damit noch Haut für die nächsten Tage übrig bleibt. Die Aussicht von diesem Sektor ist sagenhaft. Direkter Blick aufs Meer, Meeresrauschen inklusive. Der Urlaub hat begonnen!

2. Tag Sonne in den Twin Caves

Sonne tanken und Gewöhnung an den Fels im Sektor Twin Caves

Sicherlich 20° Celsius und Sonne nicht die besten Conditions zum Klettern, aber für uns gerade recht. Sonne genießen und einklettern an den Sintern der Twin Caves. Abendessen gibt es in der Taverne unweit unserer Unterkunft. Lamm aus dem Ofen wird unser erstes griechisches Abendessen.

Unser normaler Tagesablauf in Leonidio

Sonnenfrühstück, klettern im Schatten, griechische Leckereien und Covid-19

Gechilltes erwachen und frühstücken auf unserer kleinen aber feinen Sonnenterrasse. Während dessen Pläne schmieden für den bevorstehenden Klettertag. Neben Schwierigkeit und Kletterstil ist die Schattenlage des Klettergebiets für uns sehr wichtig. In der Sonne ist es einfach zu heiß für uns. Die anderen Kletterer empfinden, dem Andrang in manchen Sektoren nach zu urteilen, ebenso. Reges Treiben im Schatten. Sichern mit Daunenjacke. Klettern im T-Shirt. Perfekt! So lässt es sich aushalten. 
Abends lassen wir uns in einem der Lokale in und um Leonidio bedienen. Die griechischen Gerichte schmecken uns sehr gut und versorgen uns mit der nötigen Energie für den nächsten Klettertag. Der Dauerbrenner als Vorspeise natürlich der griechische Salat. Während dem Essen werden wir oft von einen großen Flachbildschirm mit Nachrichten aus der Welt bespielt. Das mag ich in normalen Zeiten auf deutsch schon nicht besonders. In Zeiten des Corona Virus mit Verbreitung in China und Italien, die Nachrichten auf griechisch zu schauen, hat etwas sehr spezielles, verstörendes. Die Covid-19 Sache scheint jedoch weit weg und uns nicht zu betreffen, zumindest nicht direkt. Griechenland und Österreich gelten noch als clean.

Urlaubsende, Heimreise und der nicht ganz normale Wahnsinn in Österreich

Wie so oft kommt das Ende unseres Klettertrips viel zu schnell und wir finden uns am Flughafen wieder. Zuerst Athen, dann Schwechat. Österreich scheint normal. In Tirol gibt es vereinzelt Corona Fälle. Laut Norwegischer Regierungsinternetseite gibt es mit Stand 11.03.2020 in Norwegen kein Corona Problem. Ich bin beruhigt. Meiner Arbeit als Bergführer steht nichts im Wege, Stand 11.März. 
Am 12.März zu Mittag hole ich meine Flugtickets nach Tromsø vom Reisebüro. Keine Einschränkung für Reisen nach Norwegen, Italien ist bereits gesperrt. 

Keine Lyngen Skisaison für 2020

Abends am 12.März erfahre ich von meinem norwegischen Kollegen das seit heute Morgen für Norwegen ganz strikte Einreisebestimmungen gelten aufgrund der Corona Krise. Touristen wird die Einreise verwehrt. Wer trotzdem nach Norwegen muss auf den warten 2 Wochen Quarantäne. Aus der Skisaison wird wohl nix mehr. Leider. 
Ich freu mich dafür umso mehr auf die Lyngen Ski Saison 2021.

Daham

Wie alle so bleiben auch wir die nächste Zeit zuhause. Wir hoffen auf ein rasches und gutes Ende der Corona Krise. Damit wir alle bald wieder unserem normalen oder vielleicht sogar besseren Alltag nachgehen können.


Nützliche Info´s zum Klettern in Leonidio

Zuverlässige Wettervorhersagen sind unter yr.no und Metoblue.com zu finden.

Die von uns besuchten Lokale im Ort

Panjika Bar der Kletterer. Sehr gemütlich!
Hier kann in dem Kletterführer Ansichtsexemplar gestöbert werden wo die neuen Routen nachträglich eingezeichnet wurden. Ebenso kann der Leonidio- Kletterführer dort gekauft werden.
Die Pizzeria en-Leonidio
Der Suflaki Schnellinbiss 
Die Taverne

Etwas ausserhalb des Ortes

Das Myrtoon 
Michael & Margarit´s Taverne 
Dolphins Gleich neben Michael & Margarit´s

Wir können alle ausnahmslos weiterempfehlen.

Klettermaterial

Zusätzlich zur normalen Sportkletterausrüstung finde ich gerade in den Gebieten mit Sintern Kneepads sehr wertvoll und hilfreich. Eine Empfehlung Send-kneepads. Mein meist verwendetes Kneepad ist das Mini.


Ein für Gerda und mich Stefan neues Gebiet, San Vito Lo Capo auf Sizilien. Angenehme Temperaturen, ansprechende Klettergärten, und die einfache Erreichbarkeit machte uns die Entscheidung leicht. Zwei Wochen im Dezember auf Sizilien werden unsere Klettersaison verlängern.

Anreise 

Der nächtliche Aufbruch zum Flughafen München war begleitet von mehreren Warnungen über gefrierenden Regen auf der Fahrbahn. Wir schaffen es Gottseidank ohne Komplikationen zum Flughafen. Temperaturen um den Gefrierpunkt, Regen, und weit und breit kein brauchbarer Schnee in Ostösterreich geben uns das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben mit dir Flucht in den Süden.

Ankunft in Palermo

Zwanzig Grad Celsius, kaum Wind dafür Sonnenschein empfangen uns am Flughafen Palermo. Während der Übernahme des Mietautos tausche ich die Zustiegsschuhe und Schisocken gegen die Flip Flops und Sonnenbrille. Es fühlt sich bereits an wie Urlaub!

San Vito Lo Capo

Liebevoll San Vito genannt, liegt die Stadt ganz im Nordwesten der Insel und ist quasi umzingelt von Klettergärten. Wir checken in unserem Zimmer, packen das Kletterzeug zusammen und machen uns gleich auf zu den Klettersektoren am Strand. Das Ziel Grotta di Cala Mancina.
Auf dem teilweise holprigen Fahrweg, von Straße kann keine Rede sein, fahren wir mit dem Mietauto bis fast direkt vor die Felswand. Zustieg eine Minute. Die Wand sieht gewaltig aus. Schöner Fels, von weiß bis orange rötlich. Die Höhe der Wand beeindruckt uns vom Auto aus. Es sieht nach langen vierzig Meter Touren aus, bis wir im rechten Wandteil einen Kletterer erkennen der uns die Proportionen ins rechte Licht rückt. Zuerst war für uns der Kletterer viel zu groß. Bis wir dann einsehen mussten das die Wand nur halb so hoch ist wie wir Anfangs dachten. Routenlänge um die 20 Meter, nicht wie anfangs geschätzte 40 Meter. Selten so getäuscht! Die Kletterei ist fantastisch! Sonnenschein, das rauschen des Meeres hinter uns, dieser Küstenabschnitt ist einfach  wunderschön.

Verschiedene Klettergärten

Unser Ziel für die nächsten beiden Wochen war es möglichst viele der Klettergärten kennenzulernen und die uns ansprechenden Routen zu klettern. Für mich besonders reizvoll die Gebiete mit Sintern und Sinterknollen. Zuhause in Oberösterreich haben Sinter Seltenheitswert. Wer an Sintern  klettern will kommt um die Never Sleeping Wall nicht herum und somit steht unser Ziel für Tag zwei fest. Wir klettern ein paar einfache Routen an dieser tollen Wand, die leider etwas feucht und schmierig ist an diesem Tag. Wir wechseln zum Sektor Parco Cerriolo, dort haben wir leider ebenso schlechte Verhältnisse. Es schmiert gewaltig und klettern macht keinen Spass. Es fühlt sich an wie mit eingeseiften Händen auf glatten Fels zu klettern. Nicht lässig. Am Ende werden wir fündig! Hinter dem Camping El Bahira finden wir perfekte Verhältnisse und interessante Routen, Sonnenuntergang im Meer inklusive. 

Klettern jeden Tag

Die nächsten Tage laufen meist sehr ähnlich ab. Gemütlich Frühstücken und dabei den Klettergarten auswählen. Hinfahren, zusteigen und Klettern bis es fast dunkel wird. Circa bis 16:30, auf dem Rückweg zum Zimmer manchmal in die Bar des San Vito Climbing Houses auf ein kaltes Getränk.  Danach Abendessen und auf den nächsten Klettertag vorbereiten. So lernen wir die Sektoren Crowns of Aragon, Lost World, Grotta del Cavallo, Calamancina, Cattedrale nel deserto, Nuova Ossessione und ein paar weitere kennen.
Jeden Tag klettern stimmt aber nicht ganz. Am Freitag den 13ten war an klettern nicht zu denken. Starker Niederschlag und extremer Wind, fast schon patagonische Verhältnisse, verschafften uns einen Rasttag genau in der Mitte unseres Aufenthaltes. Perfekt!

Infos zum klettern rund um San Vito Lo Capo

Die Felsen trocknen meist schnell und es kann fast immer geklettert werden. Regen am Vormittag klettern Nachmittag war diesen Dezember immer möglich, mit Ausnahme des 13.
Anfällig für schmierige Verhältnisse sind nach unserer Erfahrung die Never Sleeping Wall, Parco Cerriolo und Nuova Ossessione. Lange schmierig bleiben die Löcher. Sinter- Sinterknollen haben meist gute Reibung und sind eher großgriffig. Augen auf bei der Routenwahl. 

Die Bar

absolut einen Besuch wert! Gleichzeitig ist die Bar auch der Klettershop.

Kletterführer

Di Roccia di Sole / Klettern auf Sizilien Versante Süd
Kletterführer für die gesamte Insel circa 1/4 des Führers behandelt die San Vito Lo Capo 
Gegend.

Sicily- Rock / Sicilia – sport climbing
Beschreibt die Klettergebiete um San Vito. Etwas mehr Detailinfos zu den Routen. Die Topos bestehen aus Wandfotos mit den eingezeichneten Linien, das erleichtert die Orientierung. 

Für uns war eine Kombination aus beiden Kletterführern eine gute Lösung. Die Bewertungen der beiden Führer unterscheiden sich teilweise. Meiner Meinung nach ist meist eher die leichtere Bewertung zutreffend.

Klettern in Meeresnähe

Aufgrund der Nähe zum Meer ist die Verwitterung des Klettermaterial das fix in der Wand verbleibt deutlich stärker als zum Beispiel in Österreich. Daher sollte man den Blick genau auf diese Sachen schärfen. Starke Verwitterung und Rost sind nie ein gutes Zeichen.

Bohrhaken Material
Die meisten Routen wurden bereits saniert und weisen gutes Hakenmaterial auf. Danke an die unermüdlichen Sanierungsarbeiten der Locals. Dennoch sind teilweise alte, gefährliche, zum teil selbstgebastelte Haken zu finden. Vorsicht ist geboten! Ebenso ein geschultes Auge. Die Haltekräfte von stark verrostetem Material ist nicht einzuschätzen im Zweifelsfall besser auf die Route verzichten.

Schnappkarabiner an Standplätzen und fixe Expressen
Auch hier gilt es das Material kritisch einzuschätzen. Fixe Expressen sind sehr kritisch zu beurteilen aber auch sehr selten. Generell sollte man etwas mehr Vorsicht walten lassen als in unseren Breiten fernab vom Salzwasser.

Fazit

Wir kommen wieder!
Hier gehts zur Reise.
San Vito Lo Capo ist absolut einen Besuch wert, super Fels in einem besonderen Ambiente. In den französischen Schwierigkeitsgraden bis 7a gibt es extrem viele Routen. Wer gerne etwas schwerer klettern möchte wird ebenso fündig und für einen zwei Wöchigen Aufenthalt hat es für uns alle mal gereicht. 

Freerider x zwei

Freerider mit Max

Max sucht einen Partner für die Rotpunkt Begehung der Route Freerider. Durch die gemeinsame Zeit im Camp 4 kenne ich Max bereits. Die Chemie zwischen uns stimmt, mit ihm zu klettern kann ich mir sehr gut vorstellen.
Ich biete ihm meine Unterstützung an. Seit fast zwei Monaten bin ich im Yosemite und noch keine Route am El Capitan geklettert. Da bin ich schon glücklich als „ARZUSI (Arsch zum Sichern) in dieser genialen Wand unterwegs zu sein.
12 Uhr mittags, wir befinden uns im El Cap Meadow, es ist beschlossen – wir steigen am nächsten Tag in den Freerider ein. Ich habe eine Riesenfreude. Um 16 Uhr sind alle Einkäufe erledigt, der Haulbag gepackt und wir bereits am Weg Richtung Heart Ledges. Um 19 Uhr ist der Haulbag an den Heart Ledges und wir bereits wieder am Weg retour ins Camp 4.

Es geht los

Tags darauf starten wir um 5 Uhr. Wir klettern effizient. Der Vorsteiger immer in freier Kletterei, der Nachsteiger klettert ebenfalls frei oder jümart, je nachdem was gerade effizienter ist. In diesem Stil erreichen wir rasch die Alcove. Dort angekommen haben wir sogar noch genug Zeit um zwei weitere Seillängen zu fixieren. Circa 25 Seillängen, davon 15 mit haulen, eine gute Tagesleistung. Vor allem für eine erste gemeinsame Klettertour. Am nächsten Tag steigen wir rasch an den Fixseilen auf, damit Max das Boulderproblem noch im Schatten probieren kann. Es gelingt auf Anhieb! Wir sind beide sehr erleichtert. Ich versuche das Boulderproblem ebenfalls, falle jedoch beim sogenannten „Ninja-Kick-Move.“ Mit einem kleinen Tipp von Max kann ich diesen Zug sehr gut kontrollieren und bin zuversichtlich die Stelle klettern zu können. Zum Klettern ist es bereits wieder zu heiß. Wir chillen am Block und warten auf den nächsten Morgen. Max startet in den Enduro Corner und punktet diesen solange er noch im Schatten ist. Es folgen noch einige Längen bis 5.12a/b. Nichtsdestotrotz ist uns beiden klar, die Katze ist im Sack. Entspannt steigt Max die letzten Längen vor. Ich steige in freier Kletterei problemlos und sturzfrei nach. Ich bin erstaunt, wie gut meine Erinnerung an diese Route ist. Schließlich sind seit meinem ersten Aufenthalt in der Route acht Jahre vergangen. Am Gipfel fallen wir uns in die Arme, Max kann es gar nicht glauben. Freerider en libre, sagt der Chilene mit Tränen in den Augen.

So wie alles an dieser Klettertour verläuft auch der Abstieg schnell und unproblematisch. Die nächsten zwei Tage wird gerastet und die Begehung gefeiert mit dem gesamten Team Chile. Kurz darauf reist Max ab, er hat seine letzte Chance perfekt genützt.

Freerider „en libre“ mit Mike

Bernd gab mir den Tipp Mike zu fragen ob er mit mir den Freerider klettern will beziehungsweise hauptsächlich als Belay Bunny agieren möchte. Ich kenne Mike nur von einem gemütlichen Sportklettertag im Yosemite. Damals waren wir zu dritt. Es war ein gemütlicher Nachmittag unter Bergführerkollegen. Mike ist ebenfalls Bergführer bzw. Rock Guide, bei den Amis ist ja alles etwas anders. Als ich Mike fragte ob er sich für die Idee begeistern kann mich zu sichern und zu unterstützen, war er sofort dabei. Mike stellte die Bedingung selbst ein paar leichtere Seillängen vorsteigen zu dürfen. Das ist für mich kein Problem, ganz im Gegenteil. Durch diese Taktik muss nicht alles ich haulen, denn haulen muss der Vorsteiger um in einem guten Tempo voranzukommen.

Somit ist alles besprochen. Wir haben ein Zeitfenster von vier Tagen. Mike arbeitet in der Kletterhalle in Santa Barbara und hat sich Freitag und Montag freinehmen können. Für die Anreise ins Valley benötigt er sechs Stunden. Mit ein wenig Verspätung trifft Mike am Freitag den 9.11.2018 im El Cap Meadow ein. Es ist bereits November, die Nächte sind sehr lang und kalt, die Tage kurz. Effizienz ist gefragt um an diesen kurzen Tagen unser Vorhaben verwirklichen zu können. Rasch packen wir die Sachen und machen uns auf den Weg zu den Fixseilen, um den Haulbag zum Heart Ledge zu haulen. Anschließend abseilen und das restliche Klettermaterial vom Auto holen und auf zum Free Blast. Ich habe mich entschlossen meine Zustiegsschuhe beim Haulbag zu lassen und darf jetzt barfuss über die spitzen kalten Steine laufen. Kurzzeitig bin ich mir nicht sicher ob dies eine gute Idee war.

Blasting Free

Im Free Blast geht es gut voran. Bis auf einen kurzen unsicheren Moment in der Platte läuft alles wie am Schnürchen. Kurz vor der Dämmerung erreichen wir unseren Haulbag an den Heart Ledges, wo wir die Nacht verbringen.

Mit einem möglichst frühen Start am nächsten Morgen wollen wir uns einen Vorsprung gegenüber den anderen Seilschaften, die ebenfalls in der Route unterwegs sind, erarbeiten. Dies gelingt uns nur bedingt. Wir laufen sofort auf eine andere Seilschaft auf. Am Stand vor der Hollowflake haben wir somit leicht Zeit für Smalltalk mit der anderen Gruppe. Wie es sich herausstellt deutschsprachige Kletterer. Einer definitiv aus der Steiermark, aus Graz, der andere wohnt schon des längeren in Squamish, Kanada. Nach dem Hollowflake downclimb 5.12a, und dem üblichem Geschrubbe im 5.8 Squezze der Hollowflake, befinden wir uns auf einem super Felsband wo uns die Jungs den Vortritt lassen. Problemlos geht es fast in Wechselführung weiter. Mike führt den 5.7 Chimney, ich klettere jede Seillänge die Mike vorsteigt im Nachstieg, natürlich in freier Kletterei.

Der Deal

Unsere Vereinbarung sieht vor, dass ich alle „schwierigen“ Seillängen vorsteigen darf. Das heißt alles ab 5.12 und dazu eine Plattenlänge, den 5.11 Move vom Heart Ledge, Monster Off-width und natürlich den 5.10d Off-width im oberen Teil der Route.

Dawn till Dust

Obwohl wir sehr gut vorankommen holt uns die Dunkelheit auf Höhe des El Cap Spires ein, ein perfekter Biwakplatz. Leider sind hier bereits zwei Kanadier, und Platz für vier Personen ist hier nicht wirklich. Wir klettern weiter. Unser Vorteil, dadurch sind wir morgen sicherlich die ersten am Boulderproblem, wo kühle Temperaturen und Schatten auch im November von Vorteil sind.

Golden Shower

Der Wecker ist gestellt auf 5 Uhr morgens, lange vor Sonnenaufgang. Geweckt werde ich jedoch um 4 Uhr durch einen zornigen Schrei meines Seilpartners. „We get peed on“ „Fuck“ „Stop that“ und ein paar weitere Kraftausdrücke finden Verwendung. Ein Kletterer weiter oben in der Wand erleichtert sich hauptsächlich zu Lasten von Mike. Ich ziehe mir die Kapuze des Schlafsacks ganz über das Gesicht und lasse es über mich ergehen, da ich weiß wir können nichts dagegen tun. Mikes Schlafsack ist total feucht. Auf meiner Seite des Portaledges hält sich der Schaden in Grenzen. So gut es geht wischen wir alles mit einem alten T-Shirt trocken. Zum trocknen hängen wir dieses so weit entfernt von uns wie nur möglich auf. Da wir nun sowieso schon wach sind, gibt’s gleich noch Frühstück und weiter geht’s zum Boulderproblem.

Das Boulderproblem 5.12d

Zum morgendlichen aufwärmen gibt es eine 5.12a Seillänge und schon finde ich mich wieder am Stand der Huber-Pitch, auch bekannt als das Boulderproblem. Für diese Seillänge packe ich den guten Kletterschuh gerne aus. Nix wie rein in den neuen Scarpa Instinct VSR. Ich rufe mir noch die Griff- und Trittabfolge ins Gedächtnis, leider kann ich mich nicht an alle Einzelheiten erinnern. Ich klettere los. Die Griffe sind noch sehr kalt, gut für mich. Überraschenderweise klettere ich vergleichsweise leichtfüßig und kraftsparend bis zum sogenannten Ninja-Kick-Move. Dort kommt mein Kletterfluss ins Stocken. Ich denke bereits an den nächsten Go den ich machen werde, da es nicht gut aussieht. Ich stehe auf dem falschen Tritt und irgendwie stimmt die Position meiner linken Hand nicht. Ich sortiere meine Füße neu, finde den entscheidenden Untergriff, und hole zum Kick aus. Zu kurz! Ich erreiche die linke Verschneidungswand nicht, falle aber auch nicht, was mich selber verwundert. Ich setzte nochmals an zum Kick, diesmal zu allem entschlossen. Mein Fuß landet auf dem Zieltritt, letzter schwerer Schulterzug in den Riss und das Ende der Schwierigkeiten ist erreicht. Die letzten Meter zum Stand kann ich genießen. Ich freue mich über den Durchstieg dieser Seillänge im ersten Versuch. Das spart einiges an Haut an den Fingerspitzen für die noch kommenden Seillängen.

Sous le toit. Unter dem Dach.

Leider ist die Sonne auch im November noch sehr kraftvoll in Kalifornien sobald sie vom Himmel lacht. Daher bin ich an diesem Tag gezwungen, bereits nach nur 4 Seillängen das Klettern wieder einzustellen. Mike und ich machen es uns im Portaledge gemütlich, am Sous le toit. Bald muss ich mir die Wind- und Regenjacke als Sonnenschutz anziehen um nicht zu verglühen. Am Abend im Sonnenuntergang starte ich doch noch einen Versuch in den Enduro Corner. Stillsitzen und abwarten war noch nie meine Stärke. Der Fels ist jedoch noch zu warm und erschwert mir das klettern ungemein. Nach ein paar Stürzen erreiche ich den Umlenker. Ich entscheide die Zwischensicherungen in dieser Seillänge zu belassen. Das wird mir hoffentlich morgen früh die nötige Kraft sparen um durchzusteigen.

Letzter Tag in der Wand

Wird es mir gelingen alle Seillängen Rotpunkt zu klettern?
Ganz egal wie meine Kletterleistung heute ausfällt eines ist klar, wir müssen heute noch aus der Wand aussteigen. Zudem ist auch der circa dreistündige Abstieg noch heute zu erledigen. Mike muss morgen wieder arbeiten in Santa Barbara. Für die Fahrt dahin sind circa sechs Stunden zu kalkulieren. Zeitdruck? Ich weiß das alles, versuche es aber so gut wie es geht auszublenden. Mike ist entspannt und sehr zuversichtlich, dass es gelingen wird.

Erster Go Enduro Corner

Ich starte los. Der Fels ist im Schatten die Luft ist noch kalt. Alles ist scheinbar perfekt. Ich klettere entspannt zu meiner persönlichen Schlüsselstelle, die im ersten Teil des Enduro Corner zu finden ist. Die Bewertung stimmt für mich persönlich nicht beziehungsweise zeigt mir voll meine Schwächen auf. Im alten Führer mit 5.12b bewertet der obere Teil mit 5.12d. Das war für mich 2010 schon eher genau anders rum. Der neue Kletterführer setzt dem ganzen noch die Krone auf! Jetzt ist die für mich schwerste Stelle der Route nur mehr mit 5.11c bewertet. Um diese für mich fast unkletterbare 5.11c Seillänge noch etwas anspruchsvoller zu machen, ist sie genau in der schweren Stelle nass, obwohl es seit dem Frühjahr nicht mehr wirklich geregnet hat im Yosemite. Der Fels schwitzt dort irgendwie. Das war bei meinem ersten Besuch im Freerider vor acht Jahren genau gleich. Wenn der Fels zum Klettern zu warm ist, ist dieser Bereich trocken. Ist der Fels im Schatten und eher kalt sind diese Griffe feucht und sehr rutschig.
An der eben beschriebenen Stelle angekommen, doch schon etwas gepumpt aber fest entschlossen, stecke ich meine Fingerspitzen in den Riss und verdrehe sie so gut es geht um Halt zu finden. Mit aller Kraft und Finesse versuche ich irgendwie den nächsten trockenen Griff zu erreichen, doch es gelingt mir nicht. Abflug! Erster Versuch gescheitert. Ich klettere hoch zum Zwischenstand, klippe den Bohrhaken, und versuche die Stelle im Toprope aufzulösen, was mir auch gelingt. Ich versuche den Riss mit Chalk zu trocknen. Dann geht es wieder runter zu Mike. 30 Minuten Pause.

Zweiter Versuch

Wieder läuft es ganz gut bis zur vielbesungenen Stelle. An den nassen Griffen scheitere ich abermals. Ich weiß noch, 2010 habe ich diese Stelle mit stemmen und piazen gelöst. Die neue Lösung, die für mich so gar nicht funktioniert, habe ich bei Max gesehen. Es ist an der Zeit auf alt bewährtes zurückzugreifen. Ich checke mir die Stelle nach dem Sturz nochmals aus. Diesmal mit der Stemm- und Piazvariante. Tritte werden markiert und Mike lässt mich zum Stand ab. Die Tritte sind sehr klein, daher kommt der gute neue Instinct VSR in der nächsten Runde wieder zum Einsatz. 45 Minuten Pause.

Prädikat pumpig

Mike bleibt cool obwohl der Tag rasch seinen Lauf nimmt, es ist fast Mittag, bleibt Mike entspannt. Nie drängt er mich zur Eile, verdreht weder die Augen oder lässt mich irgendwie anders spüren, dass es Zeit ist weiter zu klettern im Hinblick auf seinen morgigen Arbeitstag. Ich selbst jedoch bin nicht ganz frei von Druck. Langsam aber sicher kommt die Sonne. Die linke Verschneidungswand ist bereits voll in der Sonne, der Fels aber noch angenehm temperiert. Es ist Zeit für meinen finalen Versuch. Ich steige wieder einmal die leichte Rampe rauf klippe dort meinen ersten Camalot und lege los. Es fühlt sich gut an, aber das will nichts heißen, das Feeling stimmte auch bei den letzten Versuchen. Ich komme zur Schlüsselstelle. Durch die Stemmvariante bleiben meine Finger trocken, ich muss nicht soweit in den Riss hineingreifen. Ich falle nicht! Ich bin am Handklemmer! Yes! Schnell den Roten Camalot versenken etwas rasten und weiter zum Zwischenstand. Dort wartet ein No-Hand-Rest auf mich, perfekt. Jetzt kommt die obere Enduro Länge 5.12d gleich obendrauf. Alles in allem sind das 50ig anspruchsvolle Meter. Ich klettere weiter. Der Start ist trickreich aber machbar. Ein paar Knieklemmer, schlechte Absicherung, stumpfe Risse, runde Kanten. Endlich kann ich einen der alten Stopper klippen, das gibt Selbstvertrauen. Es geht weiter mit einer Stemm- und Piaz-Stelle. Oft passen meine Finger ganz gut in den Riss, auf 1,5 Meter jedoch nicht, Stemmen ist angesagt. Es folgt ausdauernde Piazkletterei vom feinsten. Prädikat pumpig. Die letzten Meter zum Stand sind eine Mischung aus Piaz und Handklemmer, es ist fast geschafft. Ich kann den Stand bereits knapp vor mir sehen, noch 3 oder 4 Züge und ich bin dort. Doch die Klettergötter wollen es anders! Mein linker Fuß rutscht weg, ich falle! Schon wieder.

Fluchen dreisprachig

Beim Sportklettern kann ich das Geschrei nach einem Sturz oft nicht ganz nachvollziehen. Schon gar nicht, wenn es kein Langzeitprojekt ist und der Kletterer nicht kurz vor dem Durchstieg war. Ich persönlich würde mich auch nicht als besonderen Schreier klassifizieren, doch jetzt ist alles anders. Wilde Flüche hallen durch das Tal! Es dauert ein paar Minuten bis mir die Kraftausdrücke ausgehen, da ich für alle verständlich dreisprachig Fluche – Deutsch, Englisch und Spanisch.

Großes Finale

Für einen weiteren Versuch, wo ich die beiden Enduro Längen alla Alex Huber zusammenhänge, bleibt leider keine Zeit und vielleicht auch nicht mehr genug Kraft. Daher ist für mich rasch klar, ich werde nur die obere Länge in der ich jetzt gestürzt bin nochmals klettern. Fünf Minuten später bin ich bereits wieder am scharfen Ende unterwegs. Diesmal rutscht mein Fuß nicht ab und alles ist wieder Paletti. Ich bin sehr erleichtert. Der gesamte El Capitan fällt von meinen Schultern. Ab hier sollte es kletterbar sein. Es folgt die 5.12a/b Traverse, die exponierteste Seillänge überhaupt. Obwohl ich diese Seillänge erst vor kurzem im Nachstieg geklettert bin und somit wissen sollte wie es ungefähr geht, verklettere ich mich. Mit etwas mehr Kraftaufwand schaffe ich es wieder zurück zur Route ohne Sturz. Gott sei Dank! Am Round Table Biwak angekommen, kann ich wieder einmal etwas relaxen. Nun ist es amtlich, die Schwierigkeiten liegen hinter mir. Nur noch der viel verfluchte 5.10d off-width. Der Rest ist vergleichsweise einfach. Wieder in Wechselführung klettern Mike und ich weiter. Um 17 Uhr erreichen wir den Ausstieg. Es ist schon lange dunkel. Der große Freudentanz samt Emotionen bleibt aus. Ein schnelles High Five, eine kurze Rast und dann geht es schon wieder weiter. Das gesamte Material in den Haulbag, die Verpflegung vernichten – sprich essen, und ab zu den East Ledges, der Abstiegsroute. Um circa 22 Uhr erreichen wir die Autos. Bis das Material sortiert und das Durchstiegsbier getrunken ist, zeigt die Uhr fast Mitternacht.

Danke Mike für die lässigen vier Tage!
Viel Spaß in der Arbeit morgen! Wann musst du die Kletterhalle aufsperren? Um 9 Uhr. Das geht sich doch leicht aus!

Der Kreis schließt sich

Als ich 2010 den Freerider das erste Mal probierte, konnte ich bereits alle Längen Rotpunkt durchsteigen. Wir stiegen 2x von unten in die Tour ein und einmal von oben, bis ich alle Seillängen gepunktet hatte. Extrem schlechtes Wetter vertrieb uns aus dem Valley, bis nach Joshua Tree, wo ich mir noch am ersten Tag die Ferse prellte, aber ordentlich. An schweres Freiklettern am El Capitan war danach nicht mehr zu denken. Das Projekt blieb offen, unvollendet, somit immer irgendwie in meinem Kopf.

Bei meinem letzten Besuch 2013, entschied ich mich nicht für den Freerider sondern für die Golden Gate. Ein Sturz in dieser Tour, im oberen Wandteil beendete dieses Projekt. Meine Schulter und der Rücken waren nicht ernsthaft verletzt, zwangen mich aber zu einer Kletterpause.

Es fühlt sich gut an dieses alte Projekt abzuschließen. Obwohl sich zur selben Zeit bereits neue aufgetan haben. Ich hoffe, dass diese Kreise nicht wieder für fast 10 Jahre offen stehen bleiben.

Gemäß dem Sprichwort:
“Dieses war der erste Streich und der zweite folgt zugleich.”
Geht es die nächsten Wochen weiter.
Es ist Stephan’s letzter Tag, direkt vor den Türen des San Francisco Airports verabschiede ich mich von meinem Kletterpartner der letzten Wochen. Ich übernehme am Flughafen mein „neues“ Mietauto. Kein Mietauto im klassischen Sinne, sondern ein 19 Jahre alter Ford Pick-Up mit ein paar ungewöhnlichen Stickern. Es geht zurück ins Yosemite wo ein Großteil meiner Sachen auf mich wartet. Camp 4 Site #18.

Die Tales of Power Geschichte

Nachdem ich den Fish Crack 5.12a im dritten Versuch klettern konnte und Crimson Cringe 5.12b on-sight abzockte, ist der für mich nächste logische Schritt Tales of Power 5.12b. Bereits im Zustieg zur Route kann ich die auf mich zukommenden Schwierigkeiten sehen. Da über die Route abseilt werden muss, um zum Einstieg zu gelangen. Dieser Riss sieht viel schwerer aus als 5.12b!

Im unteren Teil, eine Spitze V-förmige Verschneidung mit einem Handriss ganz weit hinten, dass einem die Hände fast zu kurz werden. Am Ende der Verschneidung folgt eine Boulderstelle, danach ein No Hand Rest. Von hier aus kann das eigentliche Problem bestaunt werden – ein sehr dünner, leicht überhängender beinahe Handriss. Zur Absicherung dienen grüne und rote Camalots. Grüne Camalots sind nicht meine bevorzugte Rissbreite. Zeit an meinen Schwächen zu arbeiten! Doch das Zeitfenster für diese Tour ist sehr klein. Die Route ist sehr lange in der Sonne, bis circa 14 Uhr. Bevor die Route nicht im Schatten liegt ist für mich ein Versuch sinnlos, reine Kraft- und Hautverschwendung. Die Tage werden immer kürzer, es ist bereits Mitte Oktober. Die Kletterzeit ist sehr begrenzt, deshalb erfolgt die Rückkehr zum Auto meist im Schein der Stirnlampe. Nach vier Kletternachmittagen ist es geschafft! Ich konnte Tales of Power 5.12b Rotpunkt durchsteigen.

Einseillängen Hit List

Im Gegensatz zur Tales of Power die mir einiges an Kraft, Haut und mentale Stärke abverlangte gelangen mir andere Valley Einseillängen-Klassiker fast mühelos. The Empire 5.13a Rotpunkt im zweiten Versuch. Hang Dog Flyer 5.12c im zweiten Versuch pre-protected (mit den Cams und Keilen bereits im Fels) im dritten go dann ganz clean. Ein gutes Gefühl hatte ich bereits beim Abseilen zum Yosemite Mega-Klassiker, Phönix 5.13a. Ganz im Gegensatz zur Tales wusste ich sofort, dass ich diese Route klettern kann. Nach einmaligen Auschecken der Bewegungen gelang mir der Rotpunkt vom Phönix beim zweiten mal einbinden, also im zweiten Versuch.

Altes und neues aus der Rubrik Mehrseillängen

Bei meinen vergangen Aufenthalten im Valley bin ich bereits die Touren Rostrum Regular Route 5.11c und Astroman 5.11c geklettert. Meiner Meinung nach fehlt noch der dritte Mega-Klassiker im Grad 5.11c – Freestone! Jim Bridwell, Ron Kauk und Dale Bard sind die namhaften Erstbegeher dieser Route. Leider hatte ich einen kleinen Sturz im 5.11c off-with, ansonsten verlief die anspruchsvolle Kletterei reibungslos. Nach der Route Voyager 5.11c ist das meine zweite gemeinsame Tour mit Bernd. Er ist ein exzellenter Kletterer, ebenfalls Bergführer und Österreicher der jedoch bereits sehr lange seinen Lebensmittelpunkt in Kalifornien hat. Weiter lässige Touren mit Bernd folgen.

Mitten in Mr. Midwest 5.13a

Bernd und ich versuchen uns an der vor nicht all zu langer Zeit zum ersten Mal frei gekletterten Route – Mr. Midwest 5.13a am El Cap West Face. Die fünfte Seillänge genannt das Monkey Roof 5.13a benötigt unsere volle Aufmerksamkeit. Unzählige Versuche und gleich viele Stürze strapazieren unser Seil sowie unsere Haut an den Fingerspitzen. Die Absicherung an der Schlüsselstelle erschwert das Auschecken der Crux erheblich. Der letzte Haken steckt einige Meter links vor der Schlüsselstelle, die Schlüsselstelle muss immer wieder aufs Neue angeklettert werden. Zudem ist jeder Sturz mit einem sehr unguten Pendler in das untere Dach verbunden. Schließlich und endlich gelingt es mir eine scheinbar unmögliche Griff-, Trittabfolge zu finden die ein lösen dieser Stelle möglich erscheinen lässt. Meine Beta, die winzige scharfe Quarzleiste mit links auf Schulter, mit der rechten Hand darüber kreuzen und weit hinauf in einen sehr kleinen Untergriff. Weiter mit den Füßen auf Reibung ansteigen hoffen und dran bleiben, es ist noch nicht vorbei. Ob ich im Stande bin diese Stelle zu klettern wenn ich vom Stand wegklettere wird sich am nächsten Tag zeigen.

Tag zwei im Mr. Midwest

Am folgenden Tag steigen wir in aller Früh zum West Face hinauf, wir wollen unsere Zeit im Schatten maximieren. Die ersten vier Seillängen sind nicht einfach, aber vom Vortag bekannt. Es geht rasch voran. Wir erreichen den Stand vom Monkey Roof. Bernd startet als Erster in diese geniale Länge. Er klettert sehr souverän bis zur Schlüsselstelle. Leider hatte er gestern keine Chance mehr meine Variante zu probieren, er stürzt. Nach etwas herum probieren an der Stelle kommt er zurück zum Stand. Nun bin ich an der Reihe. Ich versuche diese doch sehr diagonal verlaufende Seillänge pre-protected. Die ersten 30ig Meter sind pumpig aber kletterbar. An der Schlüsselstelle angekommen rufe ich mir die Sequenz nochmals in Erinnerung schnaufe tief durch und klettere los.

Griffausbruch

Jeder Griff sitz, die Tritte finden sich von selbst. Klettern in seiner schönsten Form, alles funktioniert wie es soll. Ich bin im Flow. Linke Hand auf die scharfe Leiste, rechts der höhere Tritt, Körperspannung und mit recht hoch über Kreuz in den kleinen Untergriff. Ich erreiche den Untergriff fast mühelos, jetzt nur noch den linken Fuß hochstellen….
Plötzlich befinde ich mich wieder in der Luft. Ich segle genau wie auch gestern unter das Dach. Was war das? Warum dieser unverhoffte Abflug? Nach einer kleinen Pause klettere ich hoch zur Schlüsselstelle. Sofort sehe ich was passiert ist, ich habe es geahnt, wollte es aber nicht wahr haben. Die kleine Quarzleiste für links, sie ist weg. Griffausbruch. Suboptimal. Ich hüpfe wieder mal ins Seil. Fest entschlossen diese Stelle noch, beziehungsweise wieder zu lösen bouldere ich trotz wenig Haut weiter bis es mir gelingt. Fazit: die Seillänge ist immer noch kletterbar, mein Lösungsweg der gleiche, nur die Leiste für links ist nur mehr ein Bruchteil von dem was sie mal war, die gesamte Seillänge ist dadurch sicherlich noch schwieriger. Die nächste Seillänge zeigt uns, dass nicht nur 5.13a schwer sein kann. Mit 5.12d bewertet und für mich an diesem Tag unlösbar. Wir seilen ab. Obwohl uns der Erfolg verwehrt blieb ein sehr guter Klettertag!

Romulan Warbird 5.12c

Schon zuhause habe ich mir im Führer diese Wand immer wieder angesehen, das Fifi Buttress. Meine Wunschtour unter den schwereren Klettereien dort, Final Frontier 5.13a. Da Bernd diese bereits geklettert war und wir beide nur gutes über den Warbird gehört hatten, entschlossen wir uns rasch für diese Route. Neun Seillängen feinste Granitkletterei. Bewertet wie folgt: 5.12b, 5.11d, 5.11c,5.12b, 5.11c, 5.12c, 5.10d, 5.10d, 5.10d. Bis auf einen kleinen Ausrutscher meinerseits, in der ersten Seillänge im Nachstieg, konnten wir beide die Route fehlerfrei on-sight klettern. Da wir noch Zeit hatten am Ende der Tour, kletterte ich die erste Seillänge nochmals im Nachstieg und besserte meinen Fehler aus. Bereits am Ausstieg dieser Tour kreisten meine Gedanken um mein nächstes Vorhaben – den Free Rider 5.12d am El Capitan. Das größte Problem, nicht das Boulderproblem, nicht die Enduro Corner sondern einen geeigneten Kletterpartner zu finden.

 

Nach einer fünfjährigen El Capitan Kletterpause, mein letzter Besuch im Valley war im Herbst 2013, ist es allerhöchste Zeit wieder Hand an den goldenen Granit Kaliforniens zu legen! Meine Gedanken galten bereits seit der Postzustellung des neuen Yosemite Free Climb’s Kletterführer den Wänden im Yosemite Valley.

Zudem ist bereits seit einiger Zeit ein vierwöchiger Aufenthalt im Valley mit Stephan geplant. Es ist Stephans Traum auf den Spuren der großen Felskletterpioniere unterwegs zu sein. Ausschlaggebend dafür ist das Buch von Reinhard Karl: Klettern im senkrechten Paradies – Yosemite. Eine Motivationsquelle für viele Kletterer mit dem Ziel Yosemite Valley. Mit Stephan die Klassiker zu klettern im Valley klingt für mich nach sehr viel Spaß. Einige der von uns bekletterten Touren kannte ich bereits aus meinen vergangen Aufenthalten andere waren mir neu.

Wir begannen unsere gemeinsame Kletterzeit für mich ganz klassisch mit dem Nutcracker 5.8, gefolgt von der Kor Beck 5.9. Die nächsten Tage vergingen mit Sportklettern und Seiltechniktraining.

Snake Dike Half Dome

Unsere erste richtig lange Tour führte uns zur Snake Dike 5.7 R, ein Klassiker auf dem Half Dome. Der Zu- und Abstieg macht diese Route zu einer eher langen Tagestour. Ein Aufbruch im Morgengrauen sollte uns einen Platz ganz vorne im Snake Dike Gedränge sichern. Die Tour ist sehr beliebt, der Andrang dementsprechend groß. Wie sich am Einstieg herausstellt sind wir bei weitem nicht die erste Seilschaft! Alle Standplätze sind mit Kletterern bestückt, die Kletterbewegungen teilweise zaghaft und langsam. Somit haben wir eineinhalb Stunden Pause am Einstieg bis wir an der Reihe sind. Es ist fast Mittag.

Die Kletterei ist etwas gewöhnungsbedürftig im unteren Teil – extremes plattenschleichen, keine Griffe, keine Tritte, wenig Sicherungsmöglichkeiten, daher das R in der Bewertung. In der Schlüsselstelle übersehe ich dann auch noch den einzigen Bohrhaken. Um die am Einstieg verlorne Zeit wieder gut zu machen klettern wir, Stephan und Stefan, am laufenden Seil gesichert über Rücklaufsperren. Dieses System erlaubt uns rasch voranzukommen und eine Seilschaft zu überholen. Nicht einmal zwei Stunden später binden wir uns aus dem Seil aus, die Kletterei ist beendet. Vor uns liegt ein anstrengender jedoch landschaftlich beeindruckender Plattenaufstieg zum Gipfel. Die Höhe des Half Domes erlaubt es uns auf den El Capitan hinunter zu schauen.

Überglücklich erreichen wir den Gipfel. Zeit für eine ausgedehnte Gipfelrast!
Der Abstieg vom Half Dome ist lang! Die zwei Wasserfälle und der Bach der die Fälle speist sorgen für Abwechslung. Zu unserer Überraschung, konnten wir zwei Schwarzbären unweit des Weges beobachten.

Am Rasttag, der jeder Seilschaft nach so einer Tour zweifelsohne zusteht, konnte ich Stephan motivieren mich auf der Terrace, einem Sportklettergebiet zu sichern. Einige Touren bis 5.12b gelangen mir on-sight – ein erfolgreicher Rasttag!

Free Blast und Tuolumne Meadows

Als nächstes Ziel haben wir den Free Blast 5.11b auserkoren. Wir starten früh, denn es soll auch heute wieder sehr warm werden. Die süd Ausrichtung und der Einstrahlungswinkel auf die Platten lässt unsere Füße schmerzen und die Wasservorräte schwinden. Das hindert uns aber nicht daran unsere erste gemeinsame Klettertour am El Capitan in vollen Zügen zu genießen.

Die extremen Temperaturen die südseitiges Klettern fast unmöglich machen locken uns am nächsten Tag nach Tuolumne zum Stately Plasure Dome. Genussklettern vom feinsten in South Crack 5.9. Unter uns sorgt der Tanya Lake für märchenhaftes Ambiente.

Nach diesen zwei eindrucksvollen Touren macht Stephan einen Rasttag im El Cap Meadow. Ich nutze die Möglichkeit für eine erste gemeinsame Klettertour mit Bernd – Voyager 5.11c am Fifi Buttress.

An diesem Tag gelangen mir zudem die Valley Klassiker: Drive by shooting 5.12a on-sight, sowie 96° in the Shade 512b/c im zweiten Versuch bei fast 96° Fahrenheit im Schatten (96° F sind circa 35 C).

Leaning Tower und Facelift

Der nächste große Punkt für Stephan und mich ist Stephans erste Big Wall. Die Wahl viel wegen der extremen Hitze auf das Leaning Tower West Face. Somit haben wir mit der Hitze erst am Nachmittag zu kämpfen und nicht bereits ab Sonnenaufgang. Problematisch für uns ist nur, dass das Facelift zur selben Zeit stattfindet und man bekanntlich nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann. Wir entscheiden uns nach den ersten vier Seillängen nochmals abzuseilen, um am Abend den Film Free Solo von Alex Honold bei der Facelift Veranstaltung anzusehen. Tags darauf steigen wir auf unseren Fixseilen zu unserem High Point auf und kletterten in der glühenden Hitze bis zwei Seillängen unter dem Gipfel, wo wir unser geplantes Biwak im Portaledge aufbauen. Der Aufstieg zum Gipfel am nächsten Morgen liegt rasch hinter uns. Vor uns der Abstiegsgully mit vielen losen Steinen und zahlreichen Abseilstellen. Mühsam mit dem schweren Haulbag geht es bergab. Das Ziel keinen Steinschlag auszulösen wird auf möglichst wenig Steinschlag korrigiert. Zum Glück sind wir die einzigen die sich im Gully befinden. Um 16 Uhr sind wir zurück im Camp. Nach einer ausgedehnten Dusche und einem sehr guten Steak geht es wieder ins Kino – Facelift Programm. Diesmal steht Dawn Wall von Tommy Caldwell am Programm. Nach seiner ersten Big Wall ist Stephan nur schwer zu beeindrucken und verschläft den halben Film.

Rasttag, Regen, regeneratives Klettern und Heimreise

Die nächsten Tage stehen im Zeichen der Erholung. Darauf folgt drei Tage Regen. Nach dem Regen können wir es kaum erwarten wieder Hand an den perfekten Yosemite Granit zu legen. Wir klettern Serenity – Sons 5.10d, Mr. Natural 5.10c und Sunny Side Bench 5.5. Nebenher klappern wir die Klassiker in den Klettergärten ab. Die Zeit vergeht und schon bald ist es an der Zeit für Stephan zurück nach Österreich zu reisen.

Ich hingegen muss nur das Auto tauschen und habe weitere zwei Monate Zeit kletternd durch den Westen der USA zu streifen.
Hier der Bericht zu den schwereren Klassikern sowie der Freerider Bericht.

Ende und Anfang

Nach der Woche mit Gästen in den Bergen um El Chalten haben wir, Martin, Stefan und ich, noch zwei Wochen Zeit, um nach Möglichkeit Hand an den Granit im Fitz Roy Gebiet zu legen. Die letzte Woche war turbulent genug. Wir hoffen wir jetzt auf brauchbares Wetter zum klettern. Die Saison 2017/18 hat sich bis jetzt nicht unbedingt von der sonnigen und windstillen Seite gezeigt, aber vielleicht ändert sich das jetzt.

Start zum Marconi Gletscher

Mit großen Plänen und schweren Rucksäcken starten wir in Richtung Marconi Becken. Wir wollen Felsklettern. Wenn es die Verhältnisse und der Fels zulassen möchten wir auf einer neuen Linie einen kleinen Nebengipfel des Cerro Piergiorgio besteigen. Das vorhergesagte Wetter ist nicht perfekt. Mit dem nötigen Optimismus, etwas Explorer Geist – ich war in diesem Winkel des Massives noch nicht – lässt sich die nötige Motivation zu dem ewig langen Zustieg schon finden. Der Weg führt vorbei am Camp Piedra dell Fraile, wo wir bereits in der Vorwoche etwas Zeit verbrachten. Danach geht es weiter bachaufwärts am Rio Electrico zur Laguna Electrico. Dort wartet eine Flussquerung der besonderen Art auf uns.

Die Flussquerung

Der starke Niederschlag der letzten Tage hat den Rio Pollone, welchen es im Delta zur Laguna zu queren gilt, extrem anschwellen lassen. Von einer Querung trockenen Fußes sind wir weit entfernt, ich bin sehr skeptisch ob die Flussquerung eine gute Idee ist. Doch Stefan Gatt ist schon dabei ohne Schuhe in das kalte Nass zu springen um einen gangbaren Weg zu finden. Dreißig Minuten später stehe ich ohne Schuhe ohne Hose, nur in Unterhose und Oberbekleidung, plus schweren Rucksack bis fast zur Hüfte in den Fluten des saukalten Rio Pollone. Der reißende Fluss, der schwerere Rucksack und die eisigen Wassertemperaturen sind eine denkbar schlechte Kombination. Ausrutschen, umfallen und so weiter strickt verboten! Einziges Hilfsmittel sind die Trekkingstöcke, die sind hier Gold wert. Alle drei schaffen die Flussquerung ohne Zwischenfälle, Gott sei Dank. Abtrocknen, Hose und Schuhe anziehen dann aber schnell weiter, denn uns ist kalt.

La Playita – der kleine Strand

Nach einer weiteren Stunde Fußmarsch erreichen wir la Playita den gut vor Wind geschützten Zeltplatz für die Nacht. Zelt aufstellen und schnell rein, denn es regnet schon wieder seit einiger Zeit. Die Berge sind bis weit herab weiß angezuckert. An klettern ist morgen nicht zu denken. Da wir von la Playita bis zur Wand noch mindestens fünf Stunden Zustieg vor uns haben können wir sowieso frühestens übermorgen Hand an den Fels legen, sofern sich das Wetter ändert beziehungsweise bessert.

Wetterbericht über Satellitenverbindung

Zweimal täglich rufen wir den neuen Wetterbericht für unsere Region ab. Leider immer ohne gute Nachrichten. Das Wetter bleibt wie es ist, mit Tendenz zu noch feuchter und windiger. Den nächsten Tag sitzen wir fast zur Gänze im Zelt aus. Uns ist klar die Verhältnisse werden in nächster Zeit kein Felsklettern zulassen.

Planänderung Domo Blanco

Wir ändern unseren Plan, aus Felsklettern wird klassisches Bergsteigen. Dafür wird das Wetter ja wohl reichen!? Motiviert starten wir mitten in der Nacht, um den Domo Blanco über den Normalweg zu erreichen. Zuerst über Felsplatten, dann über den Marconi Gletscher geht es bergan. Über steiles verschneites Blockgelände erreichen wir die Rampe die uns zum Gipfel führen sollte. Uns fehlen nur noch zwei- bis dreihundert Höhenmeter zum Gipfel als wir Aufgrund der Lawinengefahr den Rückzug antreten müssen. Jetzt bleibt uns nur noch der lange Rückweg nach El Chalten.

El Chalten

Die nächsten Tage regnet es immer wieder in El Chalten, die Pfützen auf den Straßen sind groß und die Berge eingeschneit. Das Wetter reicht gerade für ein oder zwei kurze Klettertouren in den Klettergärten rund um die kleine Stadt. Unsere Hoffnungen auf einigermaßen stabiles Kletterwetter sinken. Um in den Bergen vernünftig Felsklettern zu können braucht es ein paar niederschlagsfreie sonnige Tage, die finden wir bis jetzt nicht in der Wettervorhersage.

Mojon Rojo (ca. 2170 Meter)

Nach mehreren Tagen des ausgedehnten Ruhens und Nichtstuns müssen wir aktiv werden, um nicht einzurosten. Der Wetterbericht verspricht uns ein 12stündiges Wetterfenster für den kommenden Tag. Dieses nützen wir um den Mojon Rojo zu besteigen. Zugegeben der Mojon Rojo ist sicherlich nicht der eindrucksvollste Berg im ganzen Gebiet aber eine Besteigung lohnt sich allemal. Ganz nah sind die wirklich großen, Fitz Roy, Cerro Torre, wenn sich kurz die Wolkendecke lichtet ist die Aussicht atemberaubend. Zirka 16 Stunde dauert unser kleiner Wandertag zu dem Kleinsten in der Fitz Roy Kette.

Aguja Guillaumet (ca. 2580 Meter)

Kurz vor der Abreise kommt doch noch ein wie es aussieht gutes Wetterfenster für 1-2 Tage. Nach kurzem hin und her entscheiden wir uns für die Guillaument. Aufgrund der Exposition denken wir, dass dort am ehesten geklettert werden kann. Wir sind wieder einmal unterwegs nach Piedra dell Fraile. Dort schlagen wir unser Lager auf und starten früh am nächsten Morgen als Tagestour zur Guillaument. Bereits nach wenigen hundert Höhenmetern stehen wir zehn Zentimeter tief im Schnee. Bei optimalen Kletterverhältnissen ist bis zum Gipfel auf 2500 Meter kein Neuschnee. Diesmal beginnt der Schnee bereits bei ca. 600 Meter Seehöhe, nach oben immer mehr werdend. Keine optimalen Voraussetzungen für unsere Klettertour. Jedoch lassen wir uns nicht abhalten und steigen rasch höher bis zum Einstiegseis-/Schneefeld. Martin tritt dort den Rückzug an er fühlt sich nicht fit genug, um bei diesen schwierigen Verhältnissen bis zum Gipfel zu klettern. Wir akzeptieren seine Entscheidung. Martin steigt ab, wir steigen weiter auf. Zu Mittag sind wir am Einstieg der ausgewählten Klettertour. Der Comesaña-Fonrouge 6b+ 450 Meter, einer der leichteren Anstiege auf den Gipfel. Die Routenwahl viel auf die Comesaña nicht nur wegen der vergleichsweise geringen Schwierigkeit, sonder auch wegen dem Schnee im Zustieg und dem vielen Rimeis in der Wand, welches sich durch die Sonneneinstrahlung löst und abfällt. Unsere Route verläuft auf weiter Strecken entlang eines Grates, dass ist bei Stein- und Eisschlag ein großer Vorteil. Ohne Probleme erreichen wir um 16 Uhr den Gipfel. Nach einer ausgiebigen Pause, die wir zum Fotografieren nützen, beginnen wir mit dem Abstieg.

Asado

Um 18 Uhr sind wir beim Einstieg der Tour und 21:15 sind wir zurück in Pierda dell Fraile. Dort treffen wir das Hüttenpersonal gerade beim Asado Gelage an. Wir lassen uns gerne auf das Grillfest einladen und genießen einen letzten Abend am Lagerfeuer.

Abreise

Am nächsten Tag machen wir uns auf nach El Chalten und packen für unsere Heimreise. Trotz dem schlechten Wetter der letzten drei Wochen in El Chalten hatten wir eine gute Zeit in den Bergen rund um den Fitz Roy. Das uns zum Abschluss doch noch eine Klettertour gelingt ist genial. Ich vermute, dass war nicht mein letzter Trip nach El Chalten.

Patagonien! Abenteuer pur

Eine Woche um mit Gästen eine gute Zeit in den wilden Bergen Patagoniens zu verbringen. Lange zu Fuß zu bewältigende Tagesetappen mit schwerem Rucksack, Nächte im Zelt, atemberaubende Ausblicke, Wanderungen durch die knorrigen Südbuchenwälder, Anstiege über zerrissene Gletscher und schwierige Morainenhänge stehen uns bevor. Das Team besteht aus drei Gästen, Anna, Susanne und Rainer sowie aus drei Guides, Martin Gumpold, Stefan Gatt und Stefan Brunner.

Start nach Plan

Gut vorbereitet und ausgerüstet ist es uns möglich gleich am ersten Tag in die Berge zu starten. Das Wetter, der meist entscheidende Faktor in Patagonien, sieht gut aus. Eine kurzweilige Taxifahrt bringt das sechsköpfige Team zur Brücke am Rio Electrico, von dort aus marschieren wir Richtung Piedra dell Fraile. Das erste Hindernis, eine Flussquerung, gestaltet sich nicht all zu schwierig. Der weitere Weg führt uns durch einen verzaubert anmutenden Wald. Dicke knorrige Bäume von der Witterung gezeichnet bestimmen für 1,5 Stunden unseren Pfad nach Piedra dell Fraile. Von nun an geht’s bergauf! 1000 Höhenmeter gilt es hinter sich zu bringen, um das Camp Piedra Negra zu erreichen.Die schweren Rucksäcke machen sich in den ersten Höhenmetern deutlich bemerkbar, trotzdem kommen wir gut voran. Einzig Anna kämpft etwas mit ihrer abklingenden Magenverstimmung und ist dadurch etwas geschwächt.

Stürmische Nacht

Bereits beim Aufstieg zum Camp regnet es leicht. In Piedra Negra stellen wir unsere Zelte auf die Plätze die uns am geeignetsten erscheine. Wir sind alleine im Camp. Der Komfort in Piedra Negra besteht aus, einer Wasserquelle und Zeltplätze hinter Steinmauern die Windschutz bieten sollten. Die restliche Ausrüstung, für eine erholsame Nacht im Freien, findet sich in unseren Rucksäcken. Das Kochen ist nur wenig Aufwand für uns und kann bequem mit Jet-Boil und Trek’n Eat im Vorzelt abgehandelt werden. Es gibt Gemüsereis. Die Nacht ist sehr stürmisch, durchgehend Niederschlag und Wind mit sehr starken Böen. Es fällt schwer erholsamen schlaf zu finden. Am Morgen wird klar, dass das Zelt von Anna und mir, als einziges unbeschadet durch die Nacht gekommen ist. Die beiden anderen Zelte haben Löcher in der Zeltplane.

Windig geht es weiter

Auf die stürmische Nacht folgt ein nicht minder stürmischer Tag. Die Windstärke, die reparaturbedürftigen Zelte und Anna’s Erschöpfungszustand machen uns die Entscheidung leicht:
Kurztrip zum Passo Quadrado mit leichtem Gepäck, danach Abstieg zur Hütte in Piedra dell Fraile.
Den Kater „Tiger dell Fraile“ besuchen, Zelte reparieren und etwas Erholung für die ganze Truppe, um gestärkt einen weiteren Versuch an der Fitz Roy Runde zu starten. Bereits im Aufstieg zum Passo Quadrado ist der Wind so stark, dass es uns schwer fällt das Gleichgewicht zu halten. Jeder in der Gruppe wird mindesten einmal vom Wind umgestoßen, als Willkommensgruß.

Welcome to Patagonia!

Piedra dell Fraile

Nach der windigen Nacht und dem windigen Anstieg zum Passo sind wir froh in Piedra dell Fraile anzukommen. Zelte aufstellen, trocknen und reparieren. Danach etwas chillen in der Sonne und die Windfahnen auf der Guillaumet beobachten. Wir alle genießen die Ruhe und den anspruchslosen Komfort unseres Nachtlagers.

Wetterkrimi der Erste

Bergsteigen in Patagonien ist geprägt von meist widrigen Wetterbedingungen. Wer stabiles Schönwetter sucht ist mit einem anderen Reiseziel besser beraten, soviel ist klar. Um bestens über die letzten Entwicklungen des Wetters informiert zu sein haben wir ein Satelliten-Modem mit dabei. Der abgerufene Wetterbericht prophezeit unstabiles sehr durchwachsenes Wetter. Der Luftdruck ist zu niedrig, immer wieder ergiebiger Niederschlag und natürlich Wind. Wir trösten uns, dass wir diesmal nicht zum Klettern im Fitz Roy Massiv unterwegs sind sondern zum Gletscher-Trekken. Dafür wird das Wetter wohl reichen!? Der Bericht verspricht eine Sonnenperiode nach dem morgendlichen Niederschlägen, unser Hoffnungsfunke.

Es geht bergan

Am nächsten Nachmittag steht der Aufstieg in das Waldcamp an. Nur 400 Höhenmeter höher gelegen als unser jetziger Stützpunkt. Die Nacht in Piedra Negra ist noch nicht vergessen, daher bleiben wir lieber niedriger und vor allem im Wald. Der Lagerplatz ist perfekt geschützt vor Wind auch der Regen wird von dem Bäumen sehr gut abgehalten. Das Wetter scheint uns erträglich im Schutz des Waldes. Die wirkliche Wetterlage zeigt sich ein paar Minuten nach unserem morgendlichen Aufbruch sobald wir den Wald verlassen.

Ergiebiger Niederschlag mit teilweise unguten Windböen. Das gesamte Team steigt von dem Wetter unbeeindruckt bergauf. Jeder in seinem Tempo, sich quälend schleppend zum Passo Quadrado. Lange vor dem Passo Quadrado bin ich gänzlich durchnässt, bis auf die Haut. Dem restlichen Team geht es ähnlich, soviel zu Gore-Tex. In Bewegung bleiben ist die Devise nur mehr 2,5 Stunden bis die Sonne kommt laut Wetterbericht. Es geht über den Passo und runter zum Gletscher. Kurz vor dem Gletscher passiert genau das worauf wir so stark gehofft haben, es zeigt sich die Sonne. Die Stimmung im Team steigt jetzt sind alle überzeugt, dass wir unsere Rund um den Fitz Roy durchzuziehen können. Nass bis auf die Haut und voller Glücksgefühle stehen wir in den Bergen unserer Träume.

Unfall und Bergeaktion

Nach nur wenigen Minuten ohne Regen, fast ohne Wind, bei ungewohntem Sonnenschein rutscht Susanne aus. Ein Blick in das aschfahle Gesicht sagt klar, da ist etwas nicht in Ordnung. Sie kann den Fuß nicht belasten, nicht auftreten. Eine denkbar ungünstige Situation in einem unzugänglichen Gletscherbecken in Patagonien. Die Möglichkeit einer Hubschrauberbergung gibt es nicht. Es ist klar, wir müssen diese Situation als Gruppe lösen. Nach kurzer Beratung ist die Marschrichtung festgelegt. Wir müssen zurück, zurück über den Passo runter nach Piedra dell Fraile.
Stefan G. nimmt Susanne huckepack und stapft bergauf den Passo entgegen, Richtung Piedra dell Fraile, Richtung El Chaltén im weitesten Sinne. Martin, Rainer und ich wechseln uns mit den Rucksäcken von Stefan G. und Susanne ab. So schaffen wir es recht gut aber mühsam zum Passo Quadrado. Susanne wird viel getragen von Stefan G., teilweise krabbelt sie selber über die Gletscherschliffplatten um danach wieder huckepack bergauf zu reiten.

So vergeht einiges an Zeit bis wir alle gemeinsam über den Berg sind. Noch schnell die gut 1000 Höhenmeter nach Piedra dell Fraile runter mit schwerem Gepäck und in Fall von Stefan G. mit Susanne am Rücken und das Gröbste ist geschafft. Von hier ist ein Krankentransport mittels Quad am nächsten Tag möglich, Susanne’s Taxi in die Zivilisation. Susanne kann erstmal ihren Fuß für längere Zeit hochlagern und ruhigstellen. Eine Wohltat. Die Bergeaktion hat uns allen einiges abverlangt, da kommt uns eine erholsame Nacht im Zelt gerade recht.

Plan B

Nachdem Rainer zu Fuß, Susanne mit Mattimotto dem Quadfahrer Richtung El Chaltén aufgebrochen sind starten wir ebenfalls. Nicht nach El Chaltén, sondern Richtung Poincenot Camp.
Von dort geht es am nächsten Morgen zur Laguna de los tres und weiter zum Cerro Madsen 1806 Meter. Der Auf- und Abstieg ist für unser fünfköpfiges Team, leider ohne Susanne, keine große Herausforderung. Der Abstieg nach El Chaltén ist nur mehr eine Pflichtübung. In Gedanken sind wir bereits dort. Dort bei den Duschen, den Gaststätten, den Betten.

Abschluss

Bei einem ausgezeichneten Abendessen klingt unsere Patagonien-Woche aus. Neben dem Tiefpunkt, Susanne’s Verletzung die sich als Sprunggelenksfraktur herausstellt, sind wir alle Stolz die Notsituation aus gruppeneigener Kraft gelöst zu haben. Für Susanne steht die Genesung im Vordergrund. Am selben Tisch wird auch schon wieder über weitere gemeinsame Bergabenteuer gesprochen, unter anderem am österreichischen Großglockner.

Gibts da Elche?

Bei der Anreise Richtung Schweden auf den Autobahnen Deutschlands ist klar, in Schweden gibt es Elche! Fast jeden Wohnwagen der Richtung Norden zieht ziert ein schwarzer kleiner Elcheaufkleber. Meist als Einzelgänger manchmal als Gruppe oder Elch Familie. Umso näher wir dem Fährhafen in Rostock kommen, desto höher wird die Elchaufkleberdichte an den Wohnwägen und Autos um uns herum.
Nach meinen Aufenthalten in den Kletter– und Skidestinationen im Norden Norwegens, im Lauf der letzten fünf Jahre, hoffe dich doch stark diesmal einen Elch zu sehen. Bisher habe ich sie nur auf Verkehrsschildern, Stickern und anderen Souvenirs erblicken können. In unserer Zieldestination Bohuslän leben Elche und Claire unsere ortsansässige Freundin sieht die Tiere andauernd, laut ihrer eigenen Aussage.

An den Fels gewöhnen

In Bohuslän angekommen gehen wir aber nicht auf die Pirsch, sondern wie soll es anders sein zum ersten Kletterfelsen noch bevor wir unser Base Camp aufschlagen. Füße vertreten, wieder einmal auf den Armen hängen und sich an den Umgang mit Klemmkeilen erinnern. Der letzte Einsatz der Klemmgeräte war im Chamonix Granit vor ein paar Wochen. Grand Capuzin und Aigulle du Midi standen damals am Plan, jetzt heißen die Felsen Häller, Skälefjäll, und Branta Väggen.  Meist sind die Felsen leicht zu finden und die Zustiege kurz. Die Absicherung großteils traditionell (kurz trad, sprich keine oder ganz wenige Bohrhaken) meinst sind auch die Standplätze zum selber einrichten. Wegen der Trad- Absicherung und das fehlen von Umlenkern sind die Klettereien auch auf den kleineren Felsen ein Erlebnis. Genau deswegen sind wir nach Schweden gefahren. Dazu kommt, dass  in Bohuslän 20 °C die angenehme Tageshöchsttemperatur ist, während unseres Aufenthaltes. Wir genießen das Tageslicht bis circa 23 Uhr und verspüren so nie den Drang nach einen frühen „alpinen“ Start. 🙂

Die Klassiker

Schnell haben wir uns an den neuen Alltag gewöhnt. Lange schlafen. Frühstück in unserem Luxusbasecamp bestehend aus einem Zeltplatz mit Tischi-Banki und für den Fall das es regnen sollte sogar einen Schuppen. Dann auf zu einen der vielen umliegenden Felsen. Neue Routen klettern. Am besten on-sight. Danach gleich weiter zum Einstieg der nächsten Tour. Viele Routen konnten in diesem Stil geklettert werden. Unter anderem die Klassiker Gamzatti 7+, Hassan Shop 7+, Masken 7, Goa Brünetter 7+, Afterburner 7-, Fueled on Coffee, Powered by Bacon 7, Slimeline 7+, Tor Line 7. Alle aufgezählten Touren sind geniale Risslinien!
Bei machen Touren blieb mir das on-sight verwehrt, daher durfte ich in die Route Offline 7 (off-with) noch zweimal einsteigen für den Roten Punkt. Ebenfalls zwei weitere Versuche forderte Veckans Västing 8.

Alle Bewertungen in Schwedisch, als Richtwert. 6 = 6a+; 7 = 6c+; 8 = 7b+; 9 = 8b;

Die Zeit in Schweden ist trotz, oder vielleicht auch wegen, des langen Tageslichtes sehr schnell vergangen. Einige lässige Touren wurden geklettert, viele blieben offen. Offen bleibt ebenfalls die Begegnung mit dem Elch.
Bohuslän wir kommen wieder!

Lust auf Trad klettern?
Hier kannst du dich zum Kurs anmelden.

Genau vor zwei Wochen startete das Mont Blanc Abenteuer.
8 Personen, 5 Gäste 3 Guides 7 Tage Zeit um den Gipfel zu besteigen.

Nicht ganz stabiles Wetter

Das Anfangs nicht ganz stabile Wetter konnten wir gut zum akklimatisieren nutzen. Von der Bergstation der Aiguille du Midi, 3842 Meter, in einer kurzen Etappe zur Cosmiques Hut, 3613 Meter. Dort verbrachten wir unsere erste Nacht in der „dünnen“ Luft.  Am nächsten Morgen traversierten wir über einen Umweg zum Cirque Maudit zum Refuge Torino, 3371 Meter. Am dritten Tag bestiegen wir die La Tour Ronde, 3792 Meter. Zurück über den Glacier du Geant und mit Unterstützung der Midi Seilbahn zum Campingplatz und der verdienten Pause.

Auf zum Mont Blanc

Keine 24 Stunden später fanden wir uns wieder auf der Cosmiques Hut beim Abendessen. Wir haben uns für die Les Trois Monts Route entschieden. Um 5 Uhr früh haben wir mit dem Aufstieg begonnen. Mit im Gepäck: Schlafsack, Isomatte, Kocher und weitere Sachen die uns das geplante Biwak etwas komfortabler machen sollten. Im Aufstieg jedoch wiegen die Rucksäcke schwer. Dennoch  kamen wir gut voran. Den Gipfel des Mont Blanc du Tacul liesen wir links liegen und es ging weiter Richtung Mont Maudit.

Eisig

Unter beeindruckenden Seracs begannen die Schwierigkeiten. Fast blankes Eis. Nach zwei 40 Meter Längen war es überstanden. Es ging wieder einigermassen gemütlich weiter bis kurz vorm Col du Mont Maudit. Dort fanden wir wieder blankes Eis, aber auch das schafften unsere Gäste ohne größere Probleme. Die Traverse zum Col de la Brenva ist nichts für schwache Nerven! Die steile Flanke war noch hart gefroren und erforderte volle Konzentration sowie gute Führungsarbeit. Bald war auch diese Stelle hinter uns. Vom Col de la Brenva über die Mur de la Cote ging es zum Gipfel. Die dünne Luft und der doch schwere Rucksack ließ uns nur langsam die 4810 Meter Marke erreichen.

Am höchsten Punkt der Alpen

Gegen 14 Uhr standen wir alle acht gemeinsam auf dem höchsten Gipfel der Alpen, dem Mont Blanc, 4810 Meter.
Es folgte eine ausgedehnte Pause im Windschatten auf der Südseite, das Wetter war herrlich, alle Anstrengungen waren bereits vergessen.
Wir entschieden uns den Gipfel zu überschreiten und über eine andere Route abzusteigen. Über die Les Bosses ging es hinab am Abri Vallot Biwak vorbei zum Col du Dome. Von dort über die Skiroute in das Grand Plateau wo wir unser Biwak aufschlugen.

Das Biwak

Alle halfen mit! Somit war das Biwak bald fertig. Genug Wasser geschmolzen und jeder konnte  sein Abendessen geniessen während die letzten Sonnenstrahlen uns noch wärmten. Kurz drauf verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke und bewunderten den Sternenhimmel. Bald darauf wurden erste Schnarchgeräusche vernommen…

Abstieg und Abschluss

Früh am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen zusammen und stiegen über das Petit Plateau ab. Am Refuge des Grands Mulets vorbei, durch den beeindruckenden Gletscherbruch des Glacier des Bossons zur Mittelstation der Midi Seilbahn und mit der Seilbahn  ins Tal  zur wohlverdienten Dusche.
Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen wir unsere Besteigung nochmals Revue passieren und sprachen über unsere nächsten Bergtouren.

Gemütlicher Ausklang für die Guides

Für Stefan, Markus und Stefan war der Plan fixiert. Weitere zwei Tage Felsklettern in Chamonix. Die Schweizerführe 6b am Grand Capuzin und die Ma Dalton 7b auf der Aiguilles du Midi wurden ausgewählt. Bei perfekten Verhältnissen konnten beide Touren geklettert werden. Das Dach der Ma Dalton allerdings nur technisch…

Der neue Termin für 2018 steht bereits. 19. bis 25.06.2018.
Bei Interesse melde dich unter: info@climbing-solutions.at

Eine gutes Weihnachtsgeschenk für deinen Kletterpartner.

Preis: € 15,00/ Stk. zzgl. Versandkosten
Versandkostenfrei ab einer Bestellmenge von zwei Stück.

 


 

Kalender Österreich

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